TAPASABEND @ Bar Raval

Der Abend ist noch jung und mild für die Jahreszeit. Keine großen Pläne, aber ein Sakko

schadet nicht. Sakko schadet nie! Ich stecke das Telefon ein und die Schlüssel; ein paar

Freunde treffen, sich einfach an den Tresen stellen, gucken was passiert. Irgendwas passiert

immer!

Ein kleines Glas Roten, ein paar Oliven. Tapas ist Essen, um zu trinken. Kann man im Sitzen

machen, muss man aber nicht. Was zum Knabbern, ein leckeres Häppchen. Eine Tüte Chips

PATATAS ESPINLAER aufgerissen, direkt aus der Tüte, die leckere Fischmann Soße drüber. Da

kommen die Finger von überall. „Hey, wie geht es Dir?“ „Was machst Du?“ „Alles klar?“ „Ja,

alles klar, auch noch ein Glas?“ Ich habe Lust auf die Muscheln von ESPINALER. Nein, Tapas

ist nicht die große Anrichtekunst. Du kannst die Schönheit einer Dose würdigen: Schöne,

schöne Dose. Wo die Gabel fehlt, ist der Finger eine angemessene Alternative. „Daniel,

reichst Du mir mal die Servietten rüber?“ Der Spanier an sich ist ja eher nicht so formell –

jedenfalls nicht am Tresen. Jedenfalls nicht nach dem dritten Glas von diesem großartigen

Wermut Rojo Vintage, den du schon wegen seiner Flasche lieben musst. Jedenfalls bin ich

kein Spanier. Kann ich jetzt persönlich nichts dafür. Die Dame hätte aber lieber einen Cava

Dignitat Brut. „Machst Du der Dame mal einen Cava?“ Okay, kann die Dame selbst. Dann

nehme ich eben noch von der leckeren Paprikawurst. Und jetzt? Jetzt einen GinTonic. Haben

die Engländer erfunden, aber was die Spanier draus gemacht haben; alle Achtung! Der

Abend geht, die Welt kommt vorbei, nimmt einen Schluck, probiert einen Happen, wünscht

alles Gute. Und wir?

Wir bestellen uns das ganze Erlebnis online in der Box.

Aber alle Fälle!

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